Dicide Digital Challenge: Disrupt My Business

Konzept für die Digitale Woche Kiel

Digitale Woche Kiel

In Anlehnung an die unter Seglern als die weltweit größte Segelveranstaltung bekannte Kieler Woche ruft die Stadt Kiel die Digitale Woche Kiel ins Leben. Aufgrund der sich weiterhin beschleunigenden Digitalisierung möchte die Stadt Kiel den abstrakten Begriff der Digitalisierung greifbar machen und in die breite Öffentlichkeit sowie in die Unternehmen tragen. Ziel der Digitalen Woche Kiel ist unter anderem, Öffentlichkeit und Unternehmen eine Hilfestellung zu geben hinsichtlich ihrer Öffnung gegenüber der neuen digitalen Welt.
Im Fall der Unternehmen gehört dazu auch, sich dieser neuen Welt anzupassen und sich auf Geschäftsmodelle vorzubereiten, welche ihr eigenes schwächen oder zerstören könnten. Während der Digitalen Woche Kiel sind alle Involvierten eingeladen, sich zu beteiligen und neue Welten zu entdecken. Die Digital Challenge, von der Dicide GmbH und dem Zentrum für Entrepreneurship der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel organisiert, ist eine der Initiativen der Digitalen Woche Kiel.

Die Dicide Digital Challenge

Die Idee
Im Zuge der Digitalen Woche Kiel lassen Unternehmen ihr traditionelles Geschäftsmodell von ein bis drei Gruppen von Studierenden herausfordern. Das Ziel für die Teams ist es
ein

  • digitales Geschäftsmodell zu finden, das die Zuliefererkette des Unternehmens zerstört
  • ein digital aufgerüstetes Produkt zu erfinden, dass den Markt des Unternehmens gefährdet oder
  • einen Marktzugang zu finden, der gegen das bestehende Kunden-Lieferanten-Verhältnis interveniert oder es ersetzt.

Die Aufgabe ist es, über einen Konzeptentwurf hinauszugehen und ein Modell zu erstellen oder zumindest eine detaillierte Beschreibung dessen Funktionsweise vorzulegen, um seine Realisierbarkeit prüfen zu können. Bei einem Modell kann es sich um eine App oder ähnliches handeln. Beides muss dem Beirat zur Beurteilung vorgelegt werden.
Durch dieses Vorgehen erkennen die teilnehmenden Unternehmen potentielle Herausforderungen ihres Geschäftsmodells und gewinnen gleichzeitig wichtige Informationen über neue Geschäftsmöglichkeiten.
Die Studenten erhalten Zugang zu den Unternehmen über benannte Mitarbeiter, die bei Bedarf den Kontakt zu anderen relevanten Mitarbeitern im Unternehmen herstellen. Neben den durch das Unternehmen bereitgestellten Informationen dürfen alle öffentlich zugänglichen Informationen genutzt werden. Nicht zur Verwendung zugelassen sind illegal erworbene Informationen.
Idealerweise stammt je Unternehmen ein Studenten-Team aus der Bay Area (ab 2018) und / oder einer anderen ausländischen Universität (ab 2018) und mindestens ein Team aus Kiel.

Die Digital Challenge besteht aus drei Phasen: Bewerbung der Unternehmen, Bewerbung der Studierenden, die Digital Challenge selbst.

Vorteile für die teilnehmenden Unternehmen
Die Unternehmen

  • lernen mögliche Bedrohungen und / oder Möglichkeiten für ihr Geschäft kennen
    • lernen
    • neue Wege und
    • neue Methoden der Problemlösung kennen
    • treffen auf talentierte Studenten
    • präsentieren sich als mutige und weitsichtige Unternehmen
    • machen sich unter den Studierenden und in der Öffentlichkeit als attraktive Arbeitgeber bekannt
    • kommen als Bereicherung ihrer Wissensbasis in Kontakt mit Hochschulen
Vorteile für die teilnehmenden Studenten
Die Studenten

  • treffen spannende Unternehmen aus der Region
  • erhalten Zugang zu Spitzen-Führungskräften
  • arbeiten, wenn sie mögen, in interdisziplinären Teams zusammen
  • erzeugen Aufmerksamkeit für sich im Unternehmensumfeld
  • lernen einen strategischen Blick einzunehmen und ihn umzusetzen
  • erlangen Vorteile für spätere Jobbewerbungen
  • haben eine Menge Spaß
  • üben Teamarbeit
  • erfahren intensives Coaching durch Unternehmensführung und Universitätsmitarbeiter
  • erhalten eventuell die Möglichkeit, ihr Konzept in die Realität umzusetzen.

Beteiligte Parteien

Phase Eins: die Unternehmen (ab 2018)
Die Unternehmen bewerben sich auf einen der drei zu vergebenden Plätze. Dafür müssen sie in ihrer Bewerbung nachweisen,

  • dass sie bereit sind, sich herausfordern zu lassen
  • inwiefern sie die Notwendigkeit sehen, sich herausfordern zu lassen und können dabei erste Gedanken oder mögliche Herausforderungen vorstellen
  • dass sie in der Lage sind, drei Krisenzentren für ihre Studententeams bereit zu stellen; dies kann entweder im eigenen Gebäude oder in einem Container auf ihrem Grundstück oder in der unmittelbaren Umgebung sein
  • dass sie in der Lage sind, die Studenten-Teams währen der Digital Challenge zu betreuen.

Die Unternehmen stimmen der Veröffentlichung ihrer Namen als Teilnehmer der Digital Challenge zu. Die Ergebnisse werden nur in Abstimmung mit den Unternehmen veröffentlicht.
Die Namen der teilnehmenden Unternehmen werden erstmals während der Digitalen Woche Kiel veröffentlicht.

Phase Zwei: die Studierenden-Teams
Die Studierenden-Team bewerben sich auf einen von drei je Unternehmen verfügbaren Plätze. Ein Studierenden-Team besteht aus drei bis sieben Studierenden, gleich welcher Fakultät. Die Teams müssen sich auf eine arbeitsreiche Woche einstellen, in der sie die Challenge parallel zu ihrem üblichen Pensum durchführen. Die Teams verantworten ihre Arbeitsbelastung selbst.
Die Bewerbung muss aus folgenden Bestandteilen bestehen

  • Einseiter zur Motivation
  • Einseiter zur Frage, warum Wissen, Erfahrungen und Talente der Teammitglieder sich optimal ergänzen, um die Aufgabe zu lösen
  • Kurzlebenslauf jedes Teammitglieds

Die Teams sollen in ihrer Bewerbung zeigen, dass sie eine Vorstellung von den zukünftigen Herausforderungen der Branche des Unternehmens haben. Dies kann die Adaption einer branchenfremden, bestehenden Technologie sein oder eine vollständig neue Lösung, welche die Existenz des gewählten Unternehmens gefährdet.
Die Studenten unterwerfen sich strikter Vertraulichkeit über das erlangte Wissen und die erarbeitete Lösung.

Der Beirat
Der Beirat besteht aus Repräsentanten der Dicide GmbH, der teilnehmenden Unternehmen und des Zentrums für Entrepreneurship der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und kann durch Repräsentanten aus Forschung und Industrie ergänzt werden, sofern sich die Organisatoren dazu entscheiden. Der Beirat wird die Unternehmen und die Studierenden-Teams auswählen und die Studenten während der Digital Challenge wie ein Aufsichtsrat coachen.
Die Veranstalter
Dicide GmbH wird die Digital Challenge in Koperation mit dem Zentrum für Entrepreneurship der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel organisieren.
Phase Drei: Die Challenge
Die Challenge beginnt an einem Sonntag mit einem Workshop für alle beteiligten Unternehmensvertreter und Studierenden sowie den Beiratsmitgliedern und endet am darauffolgenden Sonntag um 24:00 Uhr. Sowohl die Studierenden als auch die Unternehmen werden in dieser Zeit eine erhöhte Arbeitsbelastung zusätzlich zu ihrem regulären Alltag erfahren.
Der Workshop besteht aus einem allgemeinen Teil und anschließenden Arbeitsgruppen mit den Unternehmen. An diesem ersten Tag erhalten die Studierenden einen tiefen Einblick in das Unternehmen und treffen die für sie während der Challenge hilfreichen Mitarbeiter. Im Anschluss gehen die Teams in ihre Krisenzentren. Die Teams arbeiten grundsätzlich getrennt voneinander, da sie in Konkurrenz um die beste Lösung stehen.
Alle Teams haben sieben Tage einschließlich der Einführung, um ihr Geschäftsmodell, ihr digitalisiertes Produkt oder den digitalen Prozess zu erarbeiten. Sie treffen sich täglich mit mindestens einem Vertreter des Beirates, um ihre Idee herausfordern zu lassen. Diese Beiratstreffen sind verpflichtend und es ist die Anwesenheit mindestens eines Teammitgliedes erforderlich.
Die Bewertung
Die Ideen werden nach der Challenge vom Beirat beurteilt. Dabei steht die Umsetzbarkeit im Vordergrund. Welche Gruppe hat ihr Geschäftsmodell bis zu einem Status entwickelt, der dem Unternehmen eine unmittelbare Umsetzung erlaubt? Diese Anforderung steht in Zusammenhang mit dem Ausmaß der Bedrohung: Welches Team hat das größte Gefährdungspotential für das Unternehmen gefunden?
Die Digital Challenge Pitch Price Party (CD – PPP)
Die Challenge endet mit einer Party, auf der die Studenten kurz ihre Ideen pitchen (abhängig von der Zustimmung der Unternehmen) und im Anschluss zusammen mit den Besuchern den Abschluss feiern. Die Party ist für alle Teilnehmer frei und sie ist öffentlich zugänglich. Finanziert wird sie aus den Eintrittsgeldern und durch die Sponsoren und findet an einem außergewöhnlichen Ort statt.
Kosten
Die Unternehmen stellen die Krisenzentren für die Teams sowie Verpflegung zur Verfügung. Jedes Krisenzentrum ist für sein Team während der Challenge 24 Stunden am Tag zugänglich. Die Unternehmen setzen einen Preis für den Sieger aus.
Microsoft Deutschland unterstützt die Challenge technisch.