Digital Challenge: Disrupt My Business

Konzept

Unternehmen aus Schleswig-Holstein lassen ihr traditionelles Geschäftsmodell von zwei Gruppen von Studierenden herausfordern. Das Ziel für die Teams ist es ein

  • digitales Geschäftsmodell zu finden, das die Zuliefererkette des Unternehmens beeinträchtigt
  • ein digital aufgerüstetes Produkt zu erfinden, dass den Markt des Unternehmens gefährdet oder
  • einen Marktzugang zu finden, der gegen das bestehende Kunden-Lieferanten-Verhältnis interveniert oder es ersetzt.

Die Aufgabe ist es, über einen Konzeptentwurf hinauszugehen und ein Modell zu erstellen oder zumindest eine detaillierte Beschreibung dessen Funktionsweise vorzulegen, um seine Realisierbarkeit prüfen zu können. Beides wird durch ein Board aus Experten beurteilt. Durch dieses Vorgehen erkennen die teilnehmenden Unternehmen potentielle Herausforderungen ihres Geschäftsmodells und gewinnen gleichzeitig wichtige Informationen über neue Geschäftsmöglichkeiten, die sie im Anschluss mit Unterstützung durch das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel verwirklichen können.

Die Studierenden erhalten Zugang zu den Unternehmen über benannte Mitarbeiter, die bei Bedarf den Kontakt zu anderen relevanten Mitarbeitern im Unternehmen herstellen. Neben den durch das Unternehmen bereitgestellten Informationen dürfen alle öffentlich zugänglichen Informationen genutzt werden. Nicht zur Verwendung zugelassen sind illegal erworbene Informationen.

Je Standort stellen die Unternehmen ein Preisgeld von 4.000 € bereit, das durch den Verein The Bay Areas unter den Studierenden ausgeschüttet wird.

Vorteile für die Unternehmen
  • mögliche Bedrohungen und / oder Möglichkeiten für ihr Geschäft sowie
  • neue Wege und
  • neue Methoden der Problemlösung kennenlernen
  • treffen auf talentierte Studierende
  • präsentieren sich als mutige und weitsichtige Unternehmen
  • machen sich unter den Studierenden und in der Öffentlichkeit als attraktive Arbeitgeber bekannt
  • kommen als Bereicherung ihrer Wissensbasis in Kontakt mit Hochschulen
Vorteile für die Studierenden
  • treffen spannende Unternehmen aus der Region
  • erhalten Zugang zu Spitzen-Führungskräften
  • arbeiten, in interdisziplinären Teams zusammen
  • erzeugen Aufmerksamkeit
    für sich im Unternehmensumfeld
  • lernen einen strategischen Blick
    einzunehmen und ihn umzusetzen
  • erlangen Vorteile für spätere Jobbewerbungen durch
    Teamarbeit und Erfahrungsgewinn
  • erfahren intensive Coachings von Tools und Methoden durch die Unternehmensführung und die Universitätsmitarbeiter
  • erhalten eventuell die Möglichkeit, ihr Konzept in die Realität umzusetzen.
  • Möglichkeit der Verknüpfung mit einer wissenschaftlichen Seminararbeit

ablauf

Die Digital Challenge besteht aus drei Phasen: Bewerbung der Unternehmen
und Studierenden, Vorbereitung sowie die Digital Challenge selbst.

PHASE EINS: Die Bewerbung

Unternehmen

Unternehmen bewerben sich auf zwei zu vergebende Plätze je Standort (Kiel, Lübeck, Flensburg), indem die Bereitschaft zur Herausforderung und die Notwendigkeit dieser aufgezeigt wird. Voraussetzungen sind außerdem die Sicherstellung der engen Betreuung der Studierenden-Teams und entsprechender Räumlichkeiten.

  • dass sie bereit sind, sich herausfordern zu lassen
  • inwiefern sie die Notwendigkeit sehen, sich herausfordern zu lassen und können dabei erste Gedanken oder mögliche Herausforderungen vorstellen
  • dass sie in der Lage sind, Räumlichkeiten für Ihre beiden Studierenden-Teams bereitzustellen;
    dies kann entweder im eigenen Gebäude oder in der
    unmittelbaren Umgebung sein (für den Fall, dass diese Möglichkeit
    nicht besteht ist eine Absprache mit den Veranstaltern notwendig)
  • dass sie in der Lage sind, die Studierenden-Teams währen der Digital Challenge zu betreuen.

Außerdem stellen sie ein Preisgeld für das Gewinnerteam bereit und stimmen der Veröffentlichung ihres Namens als Bewerber und / oder Teilnehmer der Digital Challenge zu.

Die Ergebnisse werden nur in Abstimmung mit den Unternehmen veröffentlicht. Die Bewerber können bereits in der Bewerbungsphase veröffentlicht werden.

Die Unternehmen werden umfassend über Verträge und die Nutzung einer geschlossenen Plattform in der Sicherung ihrer Daten und Nutzung der Ideen abgesichert.

Studierende

Die Studierenden-Teams bewerben sich bei ihren jeweiligen Hochschulen. Vier bis sechs Studierende, gleich welcher Fakultät, belegen die optimale Ergänzung von Wissen und Erfahrungen der Team-Mitglieder sowie ihrer Vorstellung zukünftiger Herausforderungen der entsprechenden Branche.

Die Teams müssen sich auf eine arbeitsreiche Woche einstellen, in der sie die Challenge mindestens in Vollzeit im Unternehmen durchführen. Die Studierenden-Teams verantworten ihre Arbeitsbelastung selbst und versichern strikte Vertraulichkeit über die erarbeitete Lösung.

PHASE ZWEI: Die Vorbereitung

Die Digital Challenge startet mit einer Kick-Off Veranstaltung für die Studierenden und Unternehmen in Kiel. Hier werden die Unternehmen, die jeweiligen Teams der Studierenden und die Boards offiziell vorgestellt. Nach der Kick-off Veranstaltung folgt in den Tagen darauf eine Besichtigung der Unternehmen durch die jeweiligen Teams. Während dieser Besichtigung erhalten die Studierenden einen tiefen Einblick in das Unternehmen und treffen die Mitarbeiter, die ihnen während der Challenge zur Seite stehen. Im Anschluss bekommen die Studierenden durch Coachings der Hochschulen und den Experten des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel allerhand Tools und Techniken an die Hand, die sie in die Lage versetzen sollen, die Digital Challenge erfolgreich zu meistern.

PHASE DREI: Die Digital Challenge

Die Digital Challenge findet über den Zeitraum einer Arbeitswoche statt und wird mit den Abschlusspräsentationen der erarbeiteten Modelle beendet. Die Studierenden Teams werden in diesen fünf Tagen jeweils einen Aufgabenschwerpunkt, von der Ist-Analyse des Unternehmens und seines Umfeldes bis zur Investitionsrechnung für ihr eigenes Businessmodel, bearbeiten. Zur Unterstützung erhalten die Studierenden jeden Morgen ein Briefing, in dem die jeweiligen Tagesaufgaben erläutert werden und stellen abends ihre Ergebnisse einem Board vor.

Das Board setzt sich aus den Unternehmensvertretern und den Vertretern der Hochschulen sowie weiteren Repräsentanten aus der Wirtschaft und Wissenschaft sowie den Experten des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel zusammen. Die Board-Mitglieder geben den Studierenden jeden Abend Feedback sowie wertvolle Tipps und bewerten am Ende wie erfolgreich die Studierende beim Entwickeln des Businessmodels waren.

Wichtig ist es, zu verstehen, dass die Studierenden möglichst radikale Geschäftsmodellinnovationen hervorbringen sollen, die das jeweilige Unternehmen gefährden könnten. Hierbei ist es den Studierenden freigestellt, ob sie das Unternehmen im Ganzen angreifen, indem sie Services oder Produkte obsolet machen, sich nur auf ein bestimmtes Segment konzentrieren, oder sich beispielsweise in die Supply Chain des Unternehmens drängen.

Am Mittwoch der Digital Challenge wird es eine Zwischenpräsentation der Ergebnisse geben, in dem die Studierenden ihr bisher entwickeltes Businessmodel vorstellen und noch einmal wichtiges Feedback erhalten.

In den Abschlusspräsentationen werden die erarbeiteten Geschäftsmodelle von den Studierenden vorgestellt und vom gesamten Board bewertet. Auf der Bewertung des Boards basierend findet anschließend die Preisverleihung statt.